Shavi organisierte mir Flugtickets, Transport, Aufenthalt auf dem Hausboot fuer 5 Tage, Essen, Getraenke alles inklusive fuer knappe 120 Fr. Ich ging auf das Angebot ein und am naechsten Tag stand er auch schon um halb neun mit einem Taxi bei mir vor dem Haus und im Nu sass ich im Flugzeug Richtung Srinagar.
Vor allem am Flughafen wurde mir dann bewusst, dass der Kaschmir Konflikt durchaus noch aktuell ist. Die Militaerpraesenz auf dem Flughafen war massiv. Ich schnappte mir mein Gepaeck und lief schon Richtung Augang, als ich von einem Polizisten abgefangen wurde, der mir klarmachte, ich muesse mitkommen. Erst da fiel mir richtig auf, dass ich neben einer alten Dame, die auch mitkommen musste, wohl der einzige Tourist war. Ich wurde in einen Raum mit einem Buerotisch gefuehrt und musste mich richtig verhoermaessig setzen. Der Polizist nahm ein Blatt nach vorne und wollte diverse Sachen wie meinen genauen Aufenthaltsort oder den Zweck meines Aufenthalts. Ich liess das Ganze ueber mich ergehen und eine gefuehlte Stunde spaeter stand ich bei angenehmen 25 Grad vor dem Flughafen, wo auch schon ein Fahrer auf mich wartete. Und ja... Vielleicht mache ich irgenwann mal einen Beitrag ueber indische Taxifahrer, aber gegenueber dieser Fahrt wuerde noch so manche Hollywood Verfolgungsjagd niedlich wirken.
Srinagar selber ist wunderschoen gelegen, auf einer Hochebene ca. 1800 m ueber Meer und erinnert von der Region her stark an die Schweiz. Hier habe ich mein kleines Paradies gefunden.
Die meisten Leute hier, wie auch Sahvis Familie sind muslimisch und dank der Moschee, die gleich neben meinem Hausboot liegt, werde ich auch jeden Tag puenktlich 5 Mal geweckt. Aber Shavis Vagter ist so nett und das Essen ist himmlisch. Ich habe ein eigenes Schlafzimmer und Bad und den Rest teile ich mit der Familie. Das Hausboot selber ist auch nur mit einem Boot zugaenglich. Es reicht aber, sich einfach vorne hin zu stellen und fuer 5 Rupien (hehe... ca 10 Rappen) wird man prakitsch ueberall hin gefuehrt.
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