3. Januar 2013

Weihnachten bei John und Wii

Erst kürzlich habe ich dank einer Google Suche erfahren, dass ganz in der Nähe der Engländer John und die Thailänderin Wii seit inzwischen 9 Jahren im kleinen Dorf Khok Savan ein nettes kleines „Homestay“ betreiben. Mit ihnen und 2 weiteren Gästen haben wir dort im kleinen Kreis Weihnachten gefeiert. 


John ist vor gut 9 Jahren mit seiner Frau nach Thailand ausgewandert und hat sich dort in der absoltuen Abgeschiedenheit ein kleines Resort aufgebaut, respektive ist immer noch daran, es fertigzustellen. Neben einem Doppelbungalow erwartet die Besucher dort eine ganze Ladung „richtiges Thailand“ wie es sonst für den normalen Touristen kaum zu erleben ist. Das Homestay ist etwas ausserhalb von Pla Pak gelegen und bestimmt keine Sache für Jedermann. Touristenattraktionen und Ähnliches sucht man da vergebens. Viel mehr bieten Sie einem Touristen einen einmaligen Einblick in das tägliche Leben im ärmsten Teil Thailands. Dementsprechend sind auch die Reaktionen der Besucher höchst unterschiedlich. Während für die einen den Besuch dort als langweilig empfinden, ist der Ort für Andere ein Paradies und eine einmalige Erfahrung. Für mich wärs bestimmt Zweiteres.
Zudem sind Wii und John die wohl fürsorglichsten und sozialsten Menschen die ich seit langem kennen gelernt habe. So sagte mir John gleich zu Beginn, dass dies sicher der falsche Platz sei, um gross Geschäfte zu machen. Und trotzdem scheint es den beiden zu reichen, um dort ein unbeschwertes Leben zu führen. Und nicht nur das... Der Ort ist eine wichtige soziale Einrichtung im Dorf und im Alltag der Menschen von Khok Savan. Wie schon erwähnt, grosse Geschäfte in der ärmsten Region Thailands zu machen, ist nicht möglich und für die Beiden auch nicht erstrebenswert... und trotzdem scheint es den beiden zu reichen, z.B. gewisse Spitalbehandlungen für die Bewohner des Dorfes zu bezahlen.
Genausogross ist ihr Herz, wenn es darum geht, den Menschen die oft nur knapp Genug zum Überleben haben, etwas Spezielles zu bieten. So ist die Türe zu jeder Mahlzeit für alle Menschen offen, die es nötig haben oder sich abgesehen vom täglichen Reis nichts spezielles leisten können. Es gibt täglich 2 Mal ein grosses Buffet mit diversen Fisch- und Fleischspezialitäten aus der Region.
Daneben ist der Ort auch ein Beschäftigungsplatz für die Jugendlichen aus dem Dorf, wo sie sich ungestört und frei bewegen können und so dem harten Alltag zumindest für ein paar Stunden entfliehen können. Die beiden haben so z.B. für die Kinder einen speziellen Karaoke- und Tanzraum eingerichtet, der sich reger Beliebtheit erfreut.
Dies sind nur ein paar Dinge, die diese beiden wundervollen Menschen in dieser ansonsten nicht sehr touristenfreundlichen Gegend erschaffen haben.
Ich kann diesen Ort jedem, der sich etwas Abgeschiedenheit wünscht und sich mit dem richtigen Leben der Thailänder abseits der bekannten Touristenpfade beschäftigen will, nur wärmstens empfehlen und es freut mich echt, Wii und John zu meinen neuen Freunden zählen zu dürfen.

Wer sich selber ein Bild der Einrichtung machen will, der geht am besten auf deren Homepage unter

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen