Erst kürzlich habe ich dank einer
Google Suche erfahren, dass ganz in der Nähe der Engländer John und
die Thailänderin Wii seit inzwischen 9 Jahren im kleinen Dorf Khok
Savan ein nettes kleines „Homestay“ betreiben. Mit ihnen und 2
weiteren Gästen haben wir dort im kleinen Kreis Weihnachten
gefeiert.
John ist vor gut 9 Jahren mit seiner
Frau nach Thailand ausgewandert und hat sich dort in der absoltuen Abgeschiedenheit ein kleines Resort aufgebaut, respektive ist immer noch
daran, es fertigzustellen. Neben einem Doppelbungalow erwartet die
Besucher dort eine ganze Ladung „richtiges Thailand“ wie es sonst
für den normalen Touristen kaum zu erleben ist. Das Homestay ist
etwas ausserhalb von Pla Pak gelegen und bestimmt keine Sache für
Jedermann. Touristenattraktionen und Ähnliches sucht man da
vergebens. Viel mehr bieten Sie einem Touristen einen einmaligen
Einblick in das tägliche Leben im ärmsten Teil Thailands.
Dementsprechend sind auch die Reaktionen der Besucher höchst
unterschiedlich. Während für die einen den Besuch dort als
langweilig empfinden, ist der Ort für Andere ein Paradies und eine
einmalige Erfahrung. Für mich wärs bestimmt Zweiteres.
Zudem sind Wii und John die wohl
fürsorglichsten und sozialsten Menschen die ich seit langem kennen
gelernt habe. So sagte mir John gleich zu Beginn, dass dies sicher
der falsche Platz sei, um gross Geschäfte zu machen. Und trotzdem
scheint es den beiden zu reichen, um dort ein unbeschwertes Leben zu
führen. Und nicht nur das... Der Ort ist eine wichtige soziale
Einrichtung im Dorf und im Alltag der Menschen von Khok Savan. Wie
schon erwähnt, grosse Geschäfte in der ärmsten Region Thailands zu
machen, ist nicht möglich und für die Beiden auch nicht
erstrebenswert... und trotzdem scheint es den beiden zu reichen, z.B.
gewisse Spitalbehandlungen für die Bewohner des Dorfes zu bezahlen.
Genausogross ist ihr Herz, wenn es
darum geht, den Menschen die oft nur knapp Genug zum Überleben
haben, etwas Spezielles zu bieten. So ist die Türe zu jeder Mahlzeit
für alle Menschen offen, die es nötig haben oder sich abgesehen vom
täglichen Reis nichts spezielles leisten können. Es gibt täglich 2
Mal ein grosses Buffet mit diversen Fisch- und Fleischspezialitäten
aus der Region.
Daneben ist der Ort auch ein
Beschäftigungsplatz für die Jugendlichen aus dem Dorf, wo sie sich
ungestört und frei bewegen können und so dem harten Alltag
zumindest für ein paar Stunden entfliehen können. Die beiden haben
so z.B. für die Kinder einen speziellen Karaoke- und Tanzraum
eingerichtet, der sich reger Beliebtheit erfreut.
Dies sind nur ein paar Dinge, die diese
beiden wundervollen Menschen in dieser ansonsten nicht sehr
touristenfreundlichen Gegend erschaffen haben.
Ich kann diesen Ort jedem, der sich
etwas Abgeschiedenheit wünscht und sich mit dem richtigen Leben der
Thailänder abseits der bekannten Touristenpfade beschäftigen will,
nur wärmstens empfehlen und es freut mich echt, Wii und John zu
meinen neuen Freunden zählen zu dürfen.
Wer sich selber ein Bild der
Einrichtung machen will, der geht am besten auf deren Homepage unter
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